Aktuell: 2026 Dental-Gruppenprophylaxe unter Kindern und Jugendlichen

Nachdem wir auf unserer letzten Reise nach Andrah Pradesh/Indien im Oktober mit Seminaren und Vorträgen verschiedene Multiplikatoren geschult hatten, sollte damit ein Dentalgruppenprophylaxeprogramm gestartet werden. Als Multiplikatoren hatten wir Lehrkräfte, medizinisches Personal, insbesondere Krankenschwesterschülerinnen, und Sozialarbeiter, die als Dorfhelfer arbeiten, geschult. Wir waren am Ende unseres Einsatzes sehr zuversichtlich, dass unsere Multiplikatoren motiviert waren, den Kindern für die Zahngesundheit hilfreiche Gewohnheiten zu lehren und einzuüben, zumal auch zahnärztliche Kolleginnen sich bereit erklärt hatten, sich zu engagieren.

Welche Verbreitung der Dentalprophylaxeprogramme würden wir antreffen?

Wir, Kollege Dr. Waldemar Roth, Schorndorf und ich waren gespannt, ob und was aus den Impulsen vom Oktober entstanden war und machten uns am 17.03.2023 auf den Weg nach Indien. Unser Ziel war es die möglicherweise aktiven Kolleginnen, Lehrkräfte und Krankenschwesternschülerinnen zu befragen und zu remotivieren.

Nach einem sehr herzlichen Empfang in Vishakhapatnam konnten wir an verschiedenen Standorten feststellen, dass zumindest die Lehrkräfte unsere zurückgelassenen Medien nutzten, um Kindern und Jugendlichen gute Zahnpflegegewohnheiten und Ernährungshinweise zu geben.

Eine schöne Überraschung In Kondalaagraharam, unserem Hauptstandort mit einer kleinen ans Emmanuel Hospital angeschlossenen Zahnstation, überraschten uns zwei gerade examinierte Krankenschwestern mit der Vorstellung einer eigenen Präsentation zur Dentalpräventionsschulung. Es hatten sich nach unseren Seminaren im letzten Oktober einige Krankenschwesterschülerinnen unter der Leitung von Dr. Gloria Komanapalli (Leitende Ärztin in Emmanuel Ministries) und der in Teilzeit angestellten Zahnärztin Dr. Anuja zu einer Projektgruppe „Dentalprophylaxeschulung für Kinder und Jugendliche“ zusammengefunden. Sie haben neben einer Präsentation, die sie aus meiner Präsentation heraus entwickelt hatten, auch Poster für die Schulungen in den Dörfern entwickelt, die es Ihnen erlaubte ohne technische Hilfsmittel Präventionsseminare durchzuführen. Dabei spielten lokale und kulturelle Faktoren eine wichtige Rolle, weil damit die Compliance der Zuhörerschaft entscheidend erhöht werden kann. Die erstellten Poster waren abwaschbar und wurden den Lehrkräften bzw. allen Multiplikatoren an die Hand gegeben.

Diese Initiative und die zielstrebige Umsetzung unserer Impulse hat uns begeistert. Eine unter allen  Krankenschwesterschülerinnen durchgeführte Reihenuntersuchung brachte noch neue Erkenntnisse zur Verbreitung der Karies sowie dem vermehrten Vorkommen von weißen Fleckchen auf den Zähnen, die wohl auf zu große Fluorideinnahme zurückzuführen ist. Der Fluoridgehalt im Trinkwasser ist in dieser Region unterschiedlich und kann bis zu 8mg/l betragen. Demzufolge war unsere und ihre Empfehlung zur Anwendung fluoridierter Zahnpasta sehr differenziert ausgefallen.

Und dann wurde es praktisch Mit großem Eifer zog dieses Team mit uns auf die Dörfer, um – nach ein paar einführenden Worte durch uns – ihre Seminare inklusive Zahnputzdemonstrationen zu halten.

Selbstverständlich wurden auch Erfolgskontrollen durchgeführt, in denen die Zuhörer die gelernte Zahnputztechnik am Modell zeigen durften. Anschließend wurden dann geeignete Zahnbürsten und Zahnpasten an Kinder und Jugendliche verteilt.

Aber auch unsere Multiplikatoren wie Lehrkräfte, Krankenschwesterkolleginnen und Pastoren wurden in gemeinsam gestalteten Veranstaltungen geschult, dabei wurde der Einsatz des Teams immer intensiver und umfänglicher.

Abschluss und Ausblick

In einer Abschlussbesprechung halten wir Rückblick und können mit Freude auf eine sehr erfolgreiche Zeit gemeinsamer Seminare zurückblicken, in der das Team immer selbstbewusster die Präventionsthemen an interessierte Zuhörerschaften vermitteln konnten. Aus den Erkenntnissen der Einsätze und unserer Eindrücke werden nun die eingesetzten Medien weiter verfeinert.

Grund zur Zuversicht und Freude gibt die Tatsache, dass das Zahnprophylaxeprogramm aktiv erweitert und weitergeführt wird, dass immer zahlreichere Multiplikatoren mit Fachkenntnis den Kindern und Jugendlichen gute Gewohnheiten zur Vermeidung von Zahnerkrankungen einüben können. Durch unsere Unterstützung können den Kindern und Jugendlichen auch regelmäßig Zahnbürsten und Zahnpasta verteilt werden.

Auch die Möglichkeit nach Awarenesscamps eine notwendige Behandlung in der Zahnstation durchzuführen ist durch die in Teilzeit angestellte Zahnärztin zumindest am Standort Kondalaagraharam nun regelmäßig gewährleistet.

Insgesamt ist das Programm erfolgreich gestartet und mit großer Eigeninitiative weitergeführt worden. Das verdient Anerkennung und Unterstützung. Unterstützen können auch Sie diese Arbeit mit Spenden, siehe unten.

Mit großer Zuversicht und wertvollen Erfahrungen im Gepäck traten wir am 31.03.2026 wieder unsere Heimreise an.

Spendenaufruf:

Verein: Bausteine Zukunft e.V

Unser Spendenkonto:
Bausteine Zukunft e.V.
IBAN: DE89 6035 0130 0001 1573 09
BIC/SWIFT: BBKRDE6BXXX

Verwendungszweck:

Spende für Zahnprophylaxeprogramm in Andhra Pradesh

Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und finanziert sich ausschließlich über Geld und Sachspenden